„Loving Kindness – Liebevolle Güte“


In unserem Alltag beurteilen und verurteilen wir schnell und unbewusst – und vor allem uns selbst. Da ist oft eine Stimme in unserem Kopf, die sagt: Du solltest besser sein im Job, du solltest mehr Sport machen, weniger Fernsehen, mehr lesen, gesünder essen… Und wenn wir in den Spiegel sehen, fallen uns oft als erstes die Falten, die Augenringe, die zu grosse Nase, die Pölsterchen oder andere vermeintliche Makel auf.

Und diese fiese Stimme macht auch in der Yogastunde keine Pause, sie kommt mit auf die Matte und sagt: Du solltest doch tiefer in Dehnung kommen, die Balance länger halten, dich noch mehr verknoten. Diese Stimme belastet und stresst uns, und sie macht uns auf Dauer krank.

Darum üben wir „Loving Kindness – liebevolle Güte“. Diese Meditationsform kommt aus dem Buddhismus. Wir lernen, den Fokus auf positive Dinge zu lenken, wir akzeptieren uns so, wie wir im Moment sind und wir sind nett und mitfühlend mit uns selbst. Wir wünschen uns selbst, dass wir gesund sind, dass wir in Frieden leben und dass wir glücklich sind. Das können wir sowohl auf der Matte wie auch im Alltag üben.

Und wenn du gleich damit anfangen willst, sag das nächste Mal, wenn du dich im Spiegel siehst, etwas Nettes zu dir!

Michelle Willi

ATHAYOGA Inspiration of the Month | Juni 2016

www.athayoga.ch