Luna Schmid

Lucias erster Kontakt mit Yoga war 1991 und seit dem trägt sie Yoga durch die verschiedenen Phasen ihres Lebens. Ihre spirituelle Heimat hat sie im undogmatischen und freien Yoga des Kashmir Shivaismus‘ gefunden. Sie ermutigt Menschen keinen Regeln und Theorien unreflektiert zu folgen, nur weil sie alt überliefert sind. Sie macht Menschen Mut neue Wege zu gehen, zu experimentieren, neue Wahrheiten zu entwickeln und so ein neues Verständnis für Körper, Bewegung, Meditation und Energie zu finden. Durch die Art, wie sie Yoga lehrt entsteht ein Raum, der es allen ermöglicht, sich selbst darin zu entfalten, die eigene Praxis und das eigene Verständnis von Yoga, von sich selbst und der Welt zu vertiefen.

Lucia Nirmala Schmidt gehört zu den Pionierinnen des modernen Yoga in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihren Bekanntheitsgrad verdankt sie ihrem einzigartigen Talent, die Essenz der zeitlosen Yoga-Lehren in einer zeitgemässen, alltagsnahen und verständlichen Sprache weiterzugeben und als „Art of Living“ Menschen mit einem westlich geprägten Lebensstil zu vermitteln. Eine ihrer Aufgaben und Begabungen ist es, mit Leichtigkeit, Humor und Tiefe an dieses Wissen, welches wir alle in uns tragen, zu erinnern und es zu beleben. Mit ihrem Wirken prägt sie entscheidend die Identität des modernen Yoga im deutschsprachigen Raum.

Yogalehrerin (BDY/EYU), Mystikerin, HeilErinnerin, Freigeist, „Retro-Influencer“.
 Seit 1993 ist Lucia Nirmala (LuNa) in der Erwachsenenbildung tätig und gefragte Dozentin innerhalb verschiedener Yogalehrer-Ausbildungen. Für den Nymphenburger-Verlag hat sie drei Bücher geschrieben: „Atmen – jetzt“, erschienen 2013, „DetoxYoga“, erschienen 2014 sowie „FaszienYoga“, erschienen 2015. Bei Knaur erscheint ihr HandHeilbuch 2019.

Lucia unterrichtet in Deutsch und Englisch.

Lucia erzählt…

„Das Leben meint es gut mit mir“. Alles, was passiert, dient dazu, eine für mich wichtige Erfahrung zu machen. Eine Erfahrung, die mich näher an meine Essenz, an die Wahrheit bringt. Was ich erlebe, IST meine spirituelle Praxis.
Das war 1991 oder 1992 und es hat mich eher „abgeturnt“… Etwa ein halbes Jahr später habe ich es nochmals versucht. Es war zu Beginn eine „Hass-Liebe“, doch ich bin dran geblieben und habe etwa 1997 meine erste Yoga-Ausbildung in Indien gemacht. Alles weitere ist Geschichte.
Yoga ist für mich kein getrennter Weg, kein paralleles Hobby zu meinem „normalen“ Leben. Es ist diese Welle der Freude und Liebe, die mich aus der Tiefe trägt. Yoga ist für mich die Beschreibung eines Zustandes, bei welchem ich ganz präsent und fühlend in meinem Körper gegründet bin. Bewusst. Klar. Voller Wertschätzung und Dankbarkeit. Die Verbundenheit mit allem etabliert sich immer mehr im Körper. Im Herzen. Yoga trägt mich in der Tiefe vertrauensvoll durch meinen Alltag, ganz gleich wie wackelig und unordentlich die Oberfläche des Lebens erscheint.
Ich habe kein Lieblings-Asana. Wir haben alle diesen grossartigen, wundervollen Körper, der sich so differenziert bewegen kann. Je mehr es uns gelingt, fühlend in ihn hinein zu sinken, umso sensibler werden wir für seine Sprache, in der er mit uns kommuniziert. Dabei liebe ich die vielfältigen Asanas und erfahre sie als verschiedene „Spielplätze“ für den Atem, für das Bewusstsein.
Yoga bietet ein breites Spektrum an Übungsmethoden, die zu mehr Lebendigkeit, Klarheit, Stille, Freude und innerer Weite führen. Es geht sowohl um Entspannung und Loslassen, als auch um Lebendigkeit und Kraft. Eine Yoga-Übung zielt darauf ab, Veränderungen auf drei Ebenen zu bewirken: im Körper, Atem und Geist. Yoga schafft einen Ausgleich zum Alltag und zu Stress-Situationen, so dass unser Körper stark und entspannt ist, unser Atem bewusst, sanft und gleichmässig und unser Geist ruhig, wach und klar. Eine regelmässige Yogapraxis hilft dabei, in schwierigen Situationen in der eigenen Kraft zu bleiben und angemessen zu denken, sprechen und handeln.

„Wissen entfaltet sich für mich erst dann in der Tiefe, wenn es durch eine körperliche Erfahrung konkret erfahrbar wird. Denn wer nicht spürt muss glauben!“